Sechs bunte Wochen mit viel Spaß sind vorbei

Sommerferienprogramm auch in diesen Jahr voll ausgebucht

Nach viel vorheriger Planung, actionreichen Erlebnissen und gemütlichen Fahrradtouren sind die Sommerferien im DGB-Haus der Jugend für alle Beteiligten schön verlaufen. Die Kinder im Alter von 6-13 Jahren besuchten nicht nur den Nordsternpark oder die Zeche Knirps. In diesem Jahr probierten sie sich bei kleinen Experimenten aus, bastelten Schatzkisten oder Aquarien in Schuhkartons oder Instrumente. Auch waren sie sportlich aktiv und lernten das Spurenlesen beim ortsansässigen Förster. „Was hat das Huhn eigentlich mit Pfannkuchen zu tun?“, dieser Frage gingen die Kinder in der vierten Woche nach, als sie den Bauernhof Mechtenberg besuchten. Als Highlight zum Abschluss besuchten die Kinder in der letzten Woche die freiwillige Feuerwehr und durften sogar die Feuerschläuche ausprobieren.

 

Insgesamt erlebten die Kinder viel Neues und konnten spannende Dinge im DGB-Haus der Jugend selber herstellen. Wie in den vergangenen Jahren war das Sommerferienprogramm auch in diesem Jahr schnell ausgebucht.

 

Das Team des DGB-Haus der Jugend freut sich bereits jetzt auf das nächste Jahr und ein hoffentlich wieder vollgepacktes, buntes Ferienprogramm.  

 

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Deutsch lernen im Café Vielfalt!

 

Sprachkurse für junge Flüchtlinge im DGB-Haus der Jugend

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Stiftung Vivawest können geflüchtete Jugendliche seit Anfang der Woche Sprachkurse im Café Vielfalt besuchen. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, die Deutschkenntnisse und damit die Integrationschancen der jungen Flüchtlinge zu verbessern. Das zusätzliche Angebot im Café Vielfalt findet bereits großen Zuspruch.

 

Erst gab es eine Pressekonferenz, dann eröffnete Heike Arndt, stellv. Landebezirksleiterin der IG BCE den ersten Sprachkurs am vergangenen Montag mit den Worten: „Herzlich willkommen! Um in der deutschen Gesellschaft wie auch auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, müsst ihr viel lernen! Dabei wollen wir euch unterstützen und begleiten! Dafür wünschen wir euch viel Erfolg!“

 

Gelegenheit dazu haben die Teilnehmenden in den nächsten sechs Monaten. So lange steht die Finanzierung der Sprachkurse, die nur durch ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten möglich war. Dass Integration eine Sache vor Ort sein muss, davon ist Uwe Goemann, Geschäftsführer der Vivawest Stiftung, ausdrücklich überzeugt: “Wir freuen uns, geflüchtete Menschen bei ihrer Integration in diese Gesellschaft und in diese Stadt ganz konkret unterstützen zu können!“

 

Eine Freude, die Susanne Franke durchaus teilt. Die Leiterin des DGB-Hauses der Jugend (HdJ) wertet die finanzielle Unterstützung auch als Anerkennung für das Engagement der Einrichtung in Sachen Flüchtlingshilfe. Seit Juni hat im HdJ das Café Vielfalt geöffnet. Neben Informations- und Beratungsangeboten können sich einheimische und geflüchtete Jugendliche hier treffen, austauschen und gegenseitig unterstützen. Mit den gesponserten professionellen Sprachkursen erweitert das DGB-Haus der Jugend sein Angebot und kann so jungen Flüchtlingen auch weiterhin Perspektiven eröffnen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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Sommerferienprogramm

Sechs vollgepackte Wochen mit Ausflügen und Angeboten im Haus warten auf die angemeldeten Kinder. In den Ferien sind alle Räume für das Ferienprogramm reserviert. Außerdem ist unser Büro in dieser Zeit nicht durchgehend besetzt.

Wir wünschen allen eine schöne Ferienzeit mit viel Sonne und Spaß! 

 

Mehr Informationen

 

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1. Mai 2016 – Nazifrei!

 

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Arbeitnehmerempfang im ehem. Arbeitsgericht der Stadt Gelsenkirchen 27. April 2016

 

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Bewerbungstraining in Gelsenkirchen: Erster Eindruck zählt

 

Gelsenkirchener Mulvany-Schüler lernen im DGB-Haus der Jugend, welche Umgangsformen von ihnen bei einem Bewerbungsgespräch erwartet werden.

Für einen guten ersten Eindruck müssen Verhalten und Aussehen auf den ersten Blick angemessen sein. Das gilt nicht nur im Privatleben, sondern erst recht, wenn es um die Bewerbung um einen Job geht. Formalismen sind im Geschäftsleben das A und O. 75 Neuntklässler der Mulvany-Realschule haben daher in einem Workshop im DGB-Haus der Jugend das richtige Auftreten und die richtigen Umgangsformen bei einem Bewerbungstraining geübt.

„Vielen Schülern ist nicht klar, welchen Beruf sie ergreifen wollen“, hat Stefanie Weber festgestellt. Sie ist Erziehungswissenschaftlerin und als stellvertretende Leiterin der DGB-Einrichtung an der Gabelsbergerstraße für die Berufsorientierung zuständig. Unklar sei dem Gros der Jugendlichen auch, wie der Weg dahin aussehe. Daher das Training: umfassend, praxisnah und wohlwollend kritisch begleitet von Bewerbungstrainern – Lehrerinnen wie auch Fachkräften des Gewerkschaftsbundes. Am Ende wird es mit Zertifikat und Bewerbungshilfen (Unterlagen) belohnt, die Kraft als Türöffner zum späteren Wunschbetrieb haben.

Vorbereitung auf "peinliche Fragen"
Nach vielen Kriterien werden die Fachkräfte von morgen beurteilt: der Körpersprache (Körperbau, Bewegungsabläufe, Haltung, Gang, Gestik, Mimik, Distanzverhalten), der Kleidung (Qualität, Stilrichtung, Passform, Farbe), ihrer Sprache (Stimmlage, Klang, Modulation, Lautstärke, Dialekt, Wortwahl) sowie Geruch (Parfüm, Körpergeruch), Make-Up und Körperschmuck. Alles das erfassen Menschen Studien zur Folge beim ersten Kontakt in Bruchteilen von Sekunden. Auch der Personalchef oder die Personalchefin.

Dazu kommt noch die richtige Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch, damit man oder frau bei Fragen wie „Was schätzen Sie an unserem Unternehmen eigentlich besonders?“ oder „Wie erklären Sie die schlechte Note in diesem Fach“ nicht peinlich berührt und schweigend zu Boden blickt.

All diese Erkenntnisse fließen ein in praktische Übungen und Aufgaben, die bei Tim (16) und den Zwillingsschwestern Gianina und Leticia (15) gut ankommen. Denn in der Schule nimmt das Bewerben zwar Raum ein, aber davon nicht all zu viel. Meist geht es um das Anschreiben und den Lebenslauf.

Angemessene Umgangsformen
Gianina und Leticia, die sich ehrlich als „recht schüchtern und zurückhaltend“ beschreiben, haben beispielsweise in dem Workshop gelernt, „in einem Gespräch selbstbewusster aufzutreten“. Tim nimmt daraus mit, wie er an „die Informationen über den Beruf und die dafür notwendige Qualifikationen“ kommt, um sein Berufsziel zu erreichen. Denn alle drei haben davon schon überraschend klare Vorstellungen: Tim will Lebensmitteltechniker werden, Leticia bei der Flugsicherung in einem Tower und Gianina als Forensikerin bei der Bundeswehr arbeiten.

Sie und ihre Mitschüler haben jetzt gelernt: Erst bei angemessenen Umgangsformen (Verhalten und Aussehen) wirken ihre Worte stimmig, Höflichkeit glaubwürdig und man selbst gegenüber jedermann souverän. Und das ist wichtig – vor allem beim ersten Eindruck auf Jobsuche.

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Zum Internationalen Frauentag luden die DGB Frauen Migrantinnen ins DGB-Haus der Jugend ein. Mit strahlendem Gesicht und einem landestypischen Buffetbeitrag in der Hand begrüßten Frauen aus Bulgarien, der Türkei, aus Syrien, Russland, Marokko und selbst Tadschikistan die DGB Frauen.

Susanne Franke, Leiterin des DGB Hauses und Brigitte Becker, Vorsitzende der DGB Frauen Emscher-Lippe eröffneten die Veranstaltung und freuten sich, dass 63 Frauen der Einladung gefolgt sind. Nach einem Geigensolo von Ece Cukur und einer fetzigen Flamenco Darbietung von Mayda Topcu folgte der Einstieg in das Thema des Nachmittags: Die Geschichte der Gleichberechtigung von Frauen in Deutschland. Brigitte Becker und die Übersetzerin Yasemin Hoyladi erläuterten die Info-Tafeln der Ausstellung. Vom Frauenwahlrecht 1919 bis zum Mutterschutz und schließlich zur gesetzlichen Gleichstellung haben sich Frauen jede Verbesserung erstritten. Besonders die vielen jungen Frauen waren völlig überrascht, dass noch bis Mitte der 70-er Jahre Frauen gesetzlich zur Hausarbeit verpflichtet waren.

In der Auswertung zeigte sich, dass allen Frauen die bisher erreichten Fortschritte wichtig sind. Als sie auf Karten schrieben, was die wichtigsten Ziele für die Zukunft sind, schrieben sie erstaunlicherweise das auf, was DGB Frauen fordern. „Frauen müssen genau so viel verdienen wie Männer“, sagt Susanne Franke und „Frauen wollen ein Recht auf Vollzeit nach einer Teilzeitphase“, ergänzt Brigitte Becker.

Zum Abschluss bat Mayda Topcu zum gemeinsamen Tanz. Flamenco international. Der Saal bebte. „Im nächsten Jahr machen wir wieder mit“, sagten alle, wieder mit strahlendem Gesicht.

 

 

Quelle: Stadtspiegel Gelsenkirchen am 12.3.2016

 

 

 

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Übergang Schule Beruf "Wirtschaft trifft Schule"
12. März 2016

 

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Arbeitsgericht verbietet Prämie für Gewerkschaftsaustritt

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Reinigungskräfte von Stölting Care & Service haben sich vor dem Justizzentrum aufgebaut. "Schluss mit Turboputzen" und "Sauberkeit hat ihren Preis" ist auf Aufklebern zu lesen. Doch richtet sich ihr Protest in erster Linie  gegen eine außergewöhnliche Aktion ihres Arbeitgebers. Der hatte den Mitarbeitern schriftlich eine Prämie von 50 Euro zugesagt, wenn sie aus der Gewerkschaft austräten. Die Frauen fühlten sich unter Druck gesetzt, drei traten auch aus. Vor dem Arbeitsgericht klagte die IG BAU gegen den Reinigungsdienstleister. Sie wollte per einstweiliger Verfügung die Praktiken unterbinden lassen. Proppe voll war der Saal, als die Verhandlung begann. Applaus gab es, als die Kammervorsitzende Ulrike Groeger den Klägern in allen Antragspunkten recht gab.

9,80 Euro pro Stunde

Der Geschäftsführung ist es untersagt, Mitarbeitern eine Treueprämie bei Kündigung der Gewerkschaft zu versprechen, Beschäftigte zu befragen, ob sie einer Gewerkschaft angehören. Auch darf sie nicht länger Vordrucke auslegen, auf denen der Austritt erklärt werden kann und Mitarbeiter auffordern, aus der Gewerkschaft auszutreten. Das Gericht sah in dem Vorgehen  einen massiven Eingriff in die Koalitionsfreiheit. Entscheidend für eine Gewerkschaft sei die Verhandlungsstärke, die wiederum von einer  hohen Mitgliederzahl geprägt werde. Setze das Unternehmen die bisherige Praxis fort, könnte die Kraft der Gewerkschaft erheblich beeinträchtigt sein. Verstößt der Arbeitgeber gegen die Verfügung,  droht ihm ein Zwangsgeld bis zu 250 000, im Einzelfall bis zu 4000 Euro. DGB-Regionsvorsitzender Dr. Josef Hülsdünker empfindet das Vorgehen Stöltings gegen den Sozialpartner als Skandal. Er erwartet, dass andere Unternehmen Stölting in die Seite treten. "Wissen sie eigentlich wie hoch der politische Schaden durch ihr Verhalten ist", wollte Bodo Matthey, Regionalleiter der IG BAU Westfalen von Stölting-Prokurist Thorsten Lieber wissen. "Ich weiß nicht, was sie meinen", antwortete der leitende Angestellte dem Gewerkschafter.

Über 200 Mitarbeiter beschäftigt  Stölting Care & Service. Die  Putzfrauen reinigen im  Marienhospital Mitte und Buer.  Im April kommt das Erler Krankenhaus als Auftraggeber dazu. 9,80 Euro und Urlaubsgeld sind den Frauen tariflich gesichert. Doch tariflich nicht geregelt ist, wieviel  an Fläche sie  zu putzen haben. "Häufig", klagt Susanne Neumann, seit 34 Jahren bei Stölting, "ist die Fläche innerhalb der Arbeitszeit nicht zu schaffen. Die Kolleginnen machen Überstunden, die nicht honoriert werden."

Von Klaus Johann

 

Quelle: WAZ

 

 

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